Der Deutsch-Französische Chor
Toulouse wurde 1986 durch Philippe LESBURGUERES gegründet, damals
Musiklehrer am CNR Toulouse (Conservatoire National de Région), dem
Musikkonservatorium der Region. Jacques MICHEL leitet den Chor seit 1992.
Von Anfang an verfolgte der DFC Toulouse zwei Ziele: das musikalische
Leben in Toulouse und der Region mit anspruchsvoller Chormusik zu
bereichern und über den Verband der Deutsch-Französischen Chöre die
Kulturbeziehungen zwischen Deutschland und Frankreich zu stärken.
Das breitgefächerte Repertoire
des Chors reicht vom Barock bis zur Gegenwart.
In den letzten Jahren stand ein
barockes Repertoire im Mittelpunkt, mit Werken wie Vivaldis Magnificat
und Gloria, Buxtehudes Motette Der Herr ist mit mir, dem
Sumite psalmum von Schütz, der Passacaglia aus King Arthur
von Purcell und Scarlattis Salve Regina.
Zeitgenössische Werke, darunter
Chorklassiker des 20. Jhdts, aber auch dem breiten Publikum weniger
bekannte Stücke kamen dabei nicht zu kurz: O magnum mysterium von
Lauridsen, This marriage von Whitacre, Romeros Ave Maria,
Goreckis Broad waters oder Distlers Totentanz.
Seit einigen Jahren besteht ein
enger Kontakt zwischen dem DFC Toulouse und der
französisch-brasilianischen Komponistin Heloisa Fleury, deren Requiem
(2008-2009) und Missa Brasileira (2015) in Toulouse aufgeführt
wurden.
Der Chor organisiert regelmäßig
größere Projekte mit Orchester, so z. B. im Jahr 2011 die Aufführung von
Mozarts Messe in c-Moll im Auditorium St.-Pierre-des-Cuisines und
im Altigone, zusammen mit dem Chor Cant’Orens und dem Orchester Opus 31.
Aus Anlass des 50. Geburtstags des Deutsch-Französischen Chors Berlin im
Jahr 2015 nahm der Chor an einer Aufführung von Schuberts Messe in
Es-Dur in Berlin teil.
Eine gute Gelegenheit zum
musikalischen und kulturellen Austausch bieten die Konzertreisen zu
anderen deutsch-französischen Chören. Neben dem Besuch in Berlin zum 50.
Geburtstag des DFC Berlin, waren die Aufführung der Sunrise Mass
des zeitgenössischen Komponisten Ola Gjeilo zusammen mit dem DFC Köln im
Jahr 2013 in Köln und Toulouse besonders bemerkenswert. Der Austausch mit
dem DFC Bremen rund um das Requiem von Heloisa Fleury mit Konzerten
in Bremen und Toulouse wird ebenfalls in Erinnerung bleiben. Auch an der
Aufführung der Missa Gallica von Bernard Lallement, dem Gründer des
Verbands der Deutsch-Französischen Chöre, durch den Chor Multiphonie in
Aurillac wirkte der Chor mit.
Im Jahr 2016 feiert der Deutsch-Französische Chor Toulouse seinen 30.
Geburtstag, zu dem auch Delegationen verschiedener anderer
deutsch-französischer Chöre erwartet werden. Aus diesem Anlass gestaltet
der Chor am 19. November 2016 in der Kirche St. Exupère in Toulouse ein
Konzert rund um die Kantate BWV 4 (Christ lag in Todesbanden) von
Johann Sebastian Bach. Auf dem Programm stehen außerdem: Monteverdis
Nisi Dominus, Cererols‘ Ay que dolor sowie Purcells Gloria
und Magnificat.
Ende Juni 2021 heißt das CFA seinen neuen
musikalischen Leiter, David Chin Kwee NG, herzlich willkommen!
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